Das Naturerlebnisangebot "Weg der Steine" befasst sich mit der Vielfalt der hier in der Region zu findenden Gesteine und stellt  Ihnen in seinem Verlauf durch die Gemeinde Stein 12 Findlinge vor. 

 Weg der Steine

Hördatei "Auf dem Weg der Steine"

 

 © NDR 1 Welle Nord, Hörfunkmagazin "Der Sonntagsspaziergang", Reporterin: Tina Völckers

Der Weg der Steine

Das Naturerlebnisangebot "Weg der Steine" befasst sich mit der Vielfalt der hier in der "Region zu findenden Gesteine. Die im Ort aufgestellten Findlinge sind typisch für Norddeutschland. Sie alle stammen aus Skandinavien und machten sich, während der Eiszeiten in den Gletschern eingefroren, auf ihren langen Weg zu uns. Als der Eispanzer hier bei uns schmolz, blieben die Steine liegen. Der "Weg der Steine" führt nun über eine kleine Route durch die Gemeinde und stellt Ihnen in seinem Verlauf 12 Findlinge vor.

Magmatische Gesteine

Ein Beispiel für magmatische Gesteine ist Granit. Der größte Findling Nr.1 in der Ortsmitte, der das Wappen von Stein trägt, und Findling Nr.2 am Parkplatz sind beides gleichkömige Granite. Sie stammen aus Südschweden und haben ein Alter von etwa 1,8 Milliarden Jahren. Ein anderes magmatisches Gestein ist Findling Nr.8. Er ist auffällig dunkel. Dabei handelt es sich um einen Gabbro. Solche Gabbros kommen vielerorts in Skandinavien vor. Allerdings sind diese Vorkommen meist sehr viel kleiner als die der Granite.

Sedimentgesteine

Wenn Gesteine Wind und Wetter ausgesetzt sind, zerfallen sie langsam. Übrig bleibt nur Sand. Dieser besteht aus kleinen, gerundeten Quarzkörnern, die sehr verwitterungsresistent sind. So werden ganze Gebirge abgetragen. Dieser Sand kann durch Druck und Bindemittel wieder verkittet werden. Das Ergebnis ist Sandstein, wie z.B. Findling Nr. 4.

Metamorphe Gesteine

Bei Gebirgsbildungen durch die Kollision Kontinentaler Platten werden weitere charakteristische Gesteine gebildet: Gneise. Gneise sind Gesteine, die durch Druck und Bewegung im festen Zustand verformt wurden. Findling Nr.5 zeigt ein Gneisgefüge mit den charakteristischen Streifen und Schlieren. Bei Findling Nr.3 ist auf der Nordwestseite ein großer, grauer Einschluß zu erkennen. Hierbei handelt es sich um ein Fremdgesteinsbruchstück. Ähnliches zeigt Findling Nr.11. Auch hier sind die Einschlüsse grau, das einschließende Gestein ist jedoch rötlich. Ein schön gestreifter Gneis ist Nr.9. Er zeigt einen dünnen tiefschwarzen Gang, der ursprünglich aus Basalt bestand.

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(Text: Dr.- Ing. Florian Liedl, Alse GmbH)

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